Arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen haben eine Besonderheit: In der ersten Instanz vor dem Arbeitsgericht trägt jede Partei ihre eigenen Anwaltskosten. Das gilt auch für Beschäftigte, die den Prozess gewinnen.
Je nach Einkommen und Streitfall können dabei schnell mehrere Tausend Euro zusammenkommen. Eine Rechtschutzversicherung mit dem Baustein Arbeitsrechtsschutz nimmt diese Kostenhürde und schafft die Möglichkeit, berechtigte Ansprüche mit professioneller Unterstützung zu verfolgen.
Der Schutz greift bei unterschiedlichen Konflikten rund um das Arbeitsverhältnis:
Auch eine übergangene Beförderung kann Anlass für eine rechtliche Prüfung sein, etwa bei einem Verdacht auf Diskriminierung. Ob Rechtsschutz besteht, richtet sich nach dem konkreten Sachverhalt und dem gewählten Tarif.
Ein Konflikt muss nicht zwangsläufig vor Gericht enden. Je nach Vertrag übernimmt der Arbeitsrechtsschutz bereits Kosten für außergerichtliche anwaltliche Unterstützung oder eine Mediation. Telefonische Rechtsberatung kann zusätzlich helfen, die eigene Situation zunächst einzuordnen. Das ist im Arbeitsrecht besonders wertvoll, weil Fristen mitunter kurz ausfallen. Nach einer Kündigung bleiben beispielsweise grundsätzlich nur drei Wochen, um Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einzureichen.
Bei der Tarifauswahl lohnt ein Blick auf ein paar bestimmte Punkte:
Wer die Kündigung bereits auf dem Tisch hat, kann den passenden Schutz für diesen Konflikt in der Regel nicht mehr abschließen. Beim Arbeitsrechtsschutz gelten häufig Wartezeiten, oft von drei Monaten. Auch Streitigkeiten, deren Ursache vor Versicherungsbeginn liegt, sind grundsätzlich nicht rückwirkend versichert.
Der beste Zeitpunkt für den Abschluss liegt daher meist dann, wenn im Job alles rundläuft. Kommt es später zum Konflikt, steht der Rechtsbeistand bereit und die Frage nach den möglichen Kosten rückt in den Hintergrund.
Arbeitsrechtsschutz prüfen, damit Ansprüche im Job durchgesetzt werden können

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Angelika Wendel
Finanzmaklerin
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