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Mittelstand aktuell - Ausgabe 2 / 2026

Rechtsstreit im Betrieb: Sind Sie gut abgesichert?

Kündigungsstreit mit einem Mitarbeiter, Ärger um die Steuererklärung, ein Unfall mit dem Dienstwagen oder ein angeblicher Verstoß gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung – in eine rechtliche Auseinandersetzung geraten Betriebe schneller als man glaubt. Großunternehmen mit einer eigenen Rechtsabteilung können da noch relativ gelassen bleiben. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind dagegen gut beraten, wenn sie für den Fall der Fälle eine gute Gewerberechtsschutzversicherung abgeschlossen haben.


Versicherung lässt sich individuell zusammenstellen

Empfehlenswert ist eine solche Versicherung für alle Unternehmen, Selbstständigen und Freiberufler. Sie übernimmt bei juristischen Auseinandersetzungen die Ausgaben für Anwälte, Gerichtskosten, Sachverständige und Gutachter, aber zum Beispiel auch für die Bereitstellung von Kautionen. Ein Vorteil: Rechtsschutzversicherungen für Gewerbetreibende sind in der Regel modular aufgebaut. Das heißt, sie können Baustein für Baustein individuell zusammengestellt werden. Je nach den Bedürfnissen Ihrer Branche beziehungsweise Ihres Betriebes. Denn klar: Ein IT-Unternehmen braucht normalerweise einen anderen Schwerpunkt im Versicherungsschutz als ein Handwerksbetrieb.

Die angebotenen Bausteine reichen vom Arbeitsrechtsschutz, Strafrechtsschutz, Immobilienrechtsschutz und Steuerrechtsschutz bis hin zu so speziellen Elementen wie Firmenvertragsrechtsschutz. Kleine und mittlere Unternehmen profitieren außerdem häufig von Zusatzleistungen wie einer Anwalts-Hotline, einem integrierten Vertrags-Check oder herunterladbaren Vertragsvorlagen. Der genaue Bedarf sollte immer in Zusammenarbeit mit einem Experten oder einer Expertin ermittelt werden.

Fachleute weisen aber darauf hin, dass es einige Bereiche gibt, die jedes Unternehmen, unabhängig von der jeweiligen Branche abdecken sollte. Dazu gehört zum Beispiel der Verkehrsrechtsschutz. Denn rund ein Drittel aller rechtlichen Auseinandersetzungen resultiert aus Vorfällen im Straßenverkehr. Außerdem sollte jeder Betrieb, der Mitarbeiter beschäftigt, natürlich besonderes Augenmerk auf das Arbeitsrecht legen. 

Versicherungssumme nicht zu niedrig ansetzen

Die Höhe der Beiträge für eine Gewerberechtsschutzversicherung richtet sich nach mehreren Kriterien. Ausschlaggebend ist neben dem Jahresumsatz, der Anzahl der Mitarbeitenden, der Risikoeinschätzung des Versicherers und der Höhe der Selbstbeteiligung auch die Versicherungssumme. Tipp: Sparen Sie hier nicht am falschen Ende. Experten empfehlen, dass die Versicherungssumme auf keinen Fall unter 500.000 Euro liegen sollte. Andere nennen als Mindestsumme sogar 1 Million Euro. Auch ein unbegrenzter Schutz ist möglich, allerdings zu deutlich höheren Beiträgen. Ob das für Ihren Betrieb sinnvoll ist, sollten wir im Beratungsgespräch abklären.


Ein Rechtsstreit kann sehr schnell sehr teuer werden.

Finden wir gemeinsam heraus, welche Gewerberechtsschutzversicherung speziell für Ihr Unternehmen sinnvoll ist!

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